Lernen mit Bijin

Das Projekt Lernen mit Bijin entstand aus der gleichnamigen Facebookgruppe, die Vereinsgründerin Bjeen Alhassan 2020, nach eigener Flucht im Jahre 2014, ins Leben gerufen hat. 2020 wurde Bjeen Alhassan für Ihr leidenschaftliches Engagement in dem Projekt mit dem Nationalen Integrationspreis prämiert. Das Projekt unterstützt und hilft mittlerweile über 440 geflüchtete Frauen und Migrantinnen.

Ziel des Projektes ist es, geflohenen kurdisch- und arabischsprachigen Frauen Werkzeuge zur Verfügung zu stellen, mit denen sie dazu im Stande sind, sich selber gesellschaftlich zu emanzipieren. Das bedeutet, dass TOK e.V. die Frauen zunächst dabei unterstützen möchten, die ersten Schritte zur sprachlichen Integration zu machen. Darauf aufbauend sollen sie im alltäglichen Umgang mit Behörden geschult werden, um sie Schritt für Schritt dazu zu motivieren, Unabhängigkeit und Selbstständigkeit zu erlangen.

Umgesetzt wird dieses Ziel durch die Durchführung von Seminaren und Coachings, die von Alhassan und externen Fachleuten online und an nachfrageorientierten Standorten geleitet werden. Zusätzlich werden Experten für Interviews eingeladen, um Einblicke in Fachbereiche wie Recht zu geben und die Möglichkeit zu eröffnen individuelle Rückfragen zu stellen.

Über die zu vermittelnden Inhalte hinaus wird eine netzwerkähnliche Struktur aufgebaut, die den Teilnehmerinnen die Möglichkeit bieten soll, sich zunehmend aus familiären Sicherungssystemen zu lösen, die häufig die Autonomie einschränken. Der vermittelte Kontakt unter den Frauen bietet Gelegenheit und Anreiz zum Austausch über Erfahrungen, Probleme und Erfolge, wodurch Hilfe dabei geleistet wird, sich aus der Isolation zu befreien, in der sich Frauen nach einer Flucht am neuen Ort oft befinden.

Das Leitmotiv unter dem die Arbeit bei TOK verrichtet wird, lautet Hilfe zur Selbsthilfe auf dem Weg zur gesellschaftlichen Teilhabe und Selbstständigkeit.

 

Weiterführende Informationen zu Lernen mit Bijin finden sind auf der Website der Europäischen Kommission.